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18. Mineralien- und Edelsteinbörse im Schulzentrum Moormannskamp

veröffentlicht um 06.03.2012, 00:39 von Rainer Meyer

18. Mineralien- und Edelsteinbörse lockt viele Sammler und Steinfreunde ins Schulzentrum Moormannskamp

Weser-Kurier vom- 06.03.2012 - 0 Kommentare

Glücksknollen und Sandrosen

Von Ilse Okken
Überall wurde gestöbert, bewundert, taxiert, probiert und gefachsimpelt: Die Mineralien-, Fossilien- und Edelsteinbörse im Schulzentrum Moormannskamp lockte einmal mehr viele Sammler nach Ritterhude.
 

Ritterhude. Bereits zum 18. Mal hatte Harald Timmer aus Stuhr die Schau organisiert, die Steine in allen Formen und Farben präsentiert. Diesmal waren 36 Aussteller dabei, darunter Sammler, Profis und Spezialisten aller Gattungen.

Neben uralten Fossilien, von denen das älteste 570 Millionen Jahre auf dem Buckel hatte, wurden Mineralien aus allen Gegenden der Welt und Schmuck in unzähligen Stilrichtungen angeboten. Von Achat und Amethyst bis Zirkon war alles zu haben. Viele Besucher pilgerten zum Moormannskamp, um die kleinen und großen Wunder der Natur zu bestaunen, einen Glücksbringer zu erstehen oder ein Schnäppchen zu machen. Penibel beschriftet präsentierten die Aussteller die bunten Schätze in Kisten und Kästchen auf Samt und Seide und rückten sie ins rechte Licht.

Schatzsuche im Sandbassin

Ob Laie oder Fachmann - die Schau bot für jeden etwas. Hier tauschte man sich über Fundorte und Präparationstechniken aus, dort probierte man Halsketten und Anhänger aus Zuchtperlen oder Edelsteinen an. Bei Alan Marsh aus Liverpool konnten die Kinder auf Schatzsuche gehen und aus einem Sandbassin Haifischzähne angeln. "Ich möchte damit bei den Kindern das Interesse für Fossilien wecken", sagte der langjährige Stammgast. Rebekka (7) aus Osterholz-Scharmbeck kaufte den zweiten Stein für ihre Sammlung, eine "Feenhöhle". "Sie mag alles, was glitzert", verriet die Mutter. Jona aus Hambergen (10) sammelt schon länger und hat in Ritterhude ein paar schöne Steine gefunden, die er stolz zeigte. Werner Augustin aus Grohn hat eine Vorliebe für ausgefallene Stücke und freute sich über seinen Fund, einen Bergkristall mit Phantomeinschluss.

Steinerne "Glücksknollen" mit Hohlräumen zum Verpacken von Geldgeschenken waren ebenso zu haben wie Erze aus dem Harz, versteinertes Holz aus Indonesien, Pyrit aus Antwerpen, Bergkristalle aus dem Osnabrücker Raum, Kimberlit aus Südafrika und Sandrosen aus Mexiko.

Auf Bernstein hat sich Maik Büttner spezialisiert. Neben baltischem Geschiebebernstein aus dem Raum Velten hatte er auch mexikanische Exemplare der leichtgewichtigen goldfarbenen Steine auf seinem Tisch ausgebreitet. Damit die Besucher sehen konnten, was darin eingeschlossen ist, hatte er die Steine angeschliffen (gefenstert). Schon seit 15 Jahren sind Yuwen Li und ihr Ehemann dabei. Das Paar aus Hannover-Garbsen hat hier viele Stammkunden und verkaufte Broschen mit Ornamenten, Ringe, Ketten und Armreifen, aber auch Buddhafiguren und Solitärsteine. "Der Fluorit ist mein Lieblingsstein", sagte die Chinesin.

Annika Kettenburg aus Visselhövede bot die gesamte Sammlung ihres Vaters zum Verkauf an. Eine gute Chance für Neulinge waren auch die Schätze aus Sammlungsauflösungen anderer Anbieter. "Ich habe hier einen großen Amoniten gefunden, der auf anderen Messen gar nicht mehr bezahlbar gewesen wäre", freute sich Initiator Harald Timmer. Es werde zunehmend schwieriger, die Schau zu organisieren, gestand er und verwies auf verschärfte Richtlinien für Werbung und Gastronomie.

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