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Schöne Fossilien gesammelt

veröffentlicht um 16.09.2010, 05:03 von Rainer Meyer
Weser-Kurier vom 14.8.2008

HORN-LEHE (FR). Bereits um 8 Uhr in der Früh trafen sich 25 Kinder an der Uni Bremen, um im Steinbruch von Höver auf Fossiliensuche zu gehen. Im Rahmen des BremerSommerferienprogramms des Kreissportbundes Bremen-Stadt hatte der Fachbereich 5 der Universität Bremen (Geowissenschaftliche Sammlung) dieses Seminar für Kinder ab acht Jahren angeboten.

Bereits in der Ausschreibung stand, dass geländetaugliche Kleidung entsprechend der Wetterlage mitzubringen ist. Rucksack, Kleidung zum Umziehen, festes Schuhwerk oder Gummistiefel, Verpflegung, Eimer und wer hat, Helm und Hammer sollten mit dabei sein. So ausgestattet starteten die Busreisenden in Richtung Hannover zum Steinbruch von Höver. Leider hatte der Wettergott nicht den Sonnenschein eingeplant. Pünktlich mit der Ankunft in der Kalkgrube setzte ein Schauer ein. Also Regensachen angezogen und rein in den Steinbruch.

Nach zwei Stunden hämmern, klopfen und suchen unter fachlicher Anleitung der Uni-Mitarbeiter wurden die Fundstücke begutachtet. Die entdeckten Fossilien sind ungefähr 70 Millionen Jahre alt. Zu dieser Zeit existierte Deutschland noch nicht, sondern hier war ein riesiges Meer. Aus dem Meer schauten nur einige Inseln heraus, unter anderem dort, wo heute das Sauerland, das Siegerland und die Eifel liegen, erfuhren die Teilnehmer von den Experten. Inzwischen ist der Steinbruch von Höver seit über 100 Jahren in Betrieb. Und so konnte man in den unteren Schichten versteinerte Seeigel, Tintenfische, Muscheln, Schnecken und Zähne von Haifischen finden. Mit der Beute im Gepäck, total verschmierten Regensachen und nassen Füßen fuhren alle Kinder und Betreuer wieder nach Bremen.

Eine Woche später trafen sich die Fossiliensammler dann in der Uni, um die Fundstücke zu präparieren und zu bestimmen. Und nach reichlich putzen, bürsten und hämmern kamen die Muschel, Ammoniten, Schwämme und Seeigel zum Vorschein. Der zehnjährige Philipp berichtete bei dem Treffen, dass er gleich samt Rucksack und Klamotten unter die Dusche gestiegen sei.

Weitere Informationen zum Fossiliensammeln erteilt die Geowissenschaftliche Sammlung unter Telefon 2 18 25 20 oder im Internet unter www.geosammlung.uni-bremen.de. Bilder sind auf der Seite des KSB unter www.ksb-bremen-stadt.de zu sehen.

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