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Spuren aus Meteoriten

veröffentlicht um 31.03.2011, 09:51 von Rainer Meyer   [ aktualisiert: 31.03.2011, 09:57 ]

NASA-Wissenschaftler: Fossile Überreste außerirdischen Lebens entdeckt

Der Astrobiologe Dr. Richard Hoover der NASA hat in mehreren Meteoriten der Antarktis Spuren entdeckt, die er für fossile Überreste außerirdischer Mikroorganismen hält. Im Journal of Cosmology hat er seine Funde veröffentlicht.

Dr. Richard Hoover hat in Meteoriten außerirdische Fossilien entdeckt. (Bild: Dr. Richard Hoover/Journal of Cosmology)
Dr. Richard Hoover hat in Meteoriten außerirdische Fossilien entdeckt. (Bild: Dr. Richard Hoover/Journal of Cosmology)

Bei seinen Untersuchungen von Fragmenten verschiedener Meteoriten ist Hoover auf Spuren gestoßen, die in der Größe, Struktur, den detaillierten morphologischen Merkmalen und der chemischen Zusammensetzung nicht denen von bekannten Mineralien-Arten entsprechen. Neben den reinen Daten hat Hoover auch Bilder der Fossilien in seinem Artikel veröffentlicht.

Fossilien aus dem Weltall

Der Stickstoffgehalt der Meteoriteneinschlüsse ist laut Hoover in nahezu allen Fällen unterhalb der Messbarkeitsgrenze. Seine Untersuchungsergebnisse führen Hoover zu der Annahme, dass die gefundenen Spuren aus dem All stammen und nicht erst in die Meteoriten gelangt sind, nachdem dieser auf der Erde eingeschlagen war.

Mittels der so genannten Micro-Scanning-Technologie hat Hoover kleine Proben aus dem Inneren von Meteoriten entnommen und diese mit einem Elektronenmikroskop und anderen Methoden untersucht. Er hat dabei verschiedene Arten von Cyanobakterien - auch bekannt als Blaualgen - entdeckt. Hoover erklärt, dass viele der Bakterien-Proben Arten ähneln würden, die auf der Erde vorhanden sind und mit diesen assoziiert werden können. Gleichzeitig gebe es andere Spuren, die restlos außerirdisch seien. Er führt weiter aus, dass weder er noch andere Experten die die Beweise gesehen haben eine Idee hätte, was diese Kreaturen sein könnten.

Stammt irdisches Leben aus dem Weltall?

Laut Meinung von Hoover bedeuten seine Funde, dass Leben nicht auf die Erde beschränkt ist, sondern weit verteilt und sogar außerhalb unseres Sonnensystems zu finden sei. Hoover und andere Wissenschaflter gehen davon aus, dass die Beweise Theorien stützen, nach denen irdisches Leben selbst einmal aus dem All auf die Erde gelangt ist.

Hoover hat seine Befunde im Journal of Cosmology veröffentlicht. In einer Stellungnahme von Chefredakteur Dr. Rudy Schild heißt es, dass die Zeitschrift auf Grund der kontroversen Natur der Entdeckung 100 Experten und mehr als 5.000 Wissenschaftler aufgefordert hat, den Artikel kritisch zu analysieren und diese Analyse dann vorzulegen.

Ende letzten Jahres hat die NASA mit einer Einladung zu einer Pressekonferenz für viel Wirbel gesorgt. Im Vorfeld der Konferenz wurde in den Medien darüber spekuliert, dass die NASA eine Entdeckung von außerirdischem Leben bekannt geben möchte. Es hat sich dann herausgestellt, dass es bei den astrobiologischen Funden zwar um eine neue Lebensform handelt, allerdings um eine irdische.

Lisa Bruness (Kontakt)

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