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Droht den USA ein Vulkan-Inferno?

veröffentlicht um 13.04.2011, 12:16 von Rainer Meyer
Was ist die größte Gefahr für die Supermacht USA? Der islamistische Terror? Die nach immer mehr Macht strebenden Chinesen? Nach der Meinung von US-Wissenschaftlern könnte es ein Vulkan sein, der unter dem Yellowstone-Nationalpark schlummert und zwei Drittel des Landes unbewohnbar machen könnte.
Der Vulkan brach zwar zuletzt vor 600.000 Jahren aus. Doch US-Forscher berichten von rekordverdächtigen Veränderungen. Der englischen Zeitung "Daily Mail" sagte der Vulkanismus-Wissenschaftler Bob Smith von der Uni in Utah, dass sich der Boden im betroffenen Gebiet seit Jahren in Rekordgeschwindigkeit hebt - im Schnitt sieben Zentimeter pro Jahr. Allerdings verlangsamte sich die Rate zwischen 2007 und 2010 auf einen Zentimeter oder weniger. Die Forscher geben vorerst Entwarnung.

Genauer Zeitpunkt kann nicht festgestellt werden

Laut Smith wurde Magma in einer Tiefe von zehn Kilometern festgestellt. "Richtig Sorgen müssen wir uns machen, wenn es auf eine Tiefe von zwei bis drei Kilometer steigt", sagte Smith gegenüber "Daily Mail". Den genauen Zeitpunkt eines Ausbruchs können die Wissenschaftler nicht vorhersagen, dazu benötigen sie noch etliche Daten. Der Yellowstone-Vulkan gilt als gefährlich, die Wissenschaftler rechnen mit seinem Ausbruch in geologisch naher Zeit - das bedeutet, sie gehen von mehreren tausend Jahren aus.

Doch auch wenn das noch weit entfernt scheint, die Folgen wären verheerend: 1980 brach der Mount St. Helens im Bundesstaat Washington aus, 57 Menschen kamen dabei ums Leben. Würde der Yellowstone-Vulkan explodieren, wäre die Eruption etwa 1000-mal stärker als damals.

Giftige Gase würden das Land unbewohnbar machen

Eine Aschewolke würde noch in einem Umkreis von 1500 Kilometern alles unter einer drei Meter tiefen Schicht begraben, beschreiben die Forscher das Szenario. Giftige Gase würden zwei Drittel der USA unbewohnbar machen.

 

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