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2010-07 / Gigantische Kristalle

von Alfred Schäfer / Juli 2010



Kristalle der anderen Dimension


 

hier siehst Du mal Kristalle in einer gigantischen Dimension, wie man es sich kaum vorstellen kann.


In mehr als 300 Meter Tiefe liegt in der Cueva de los Cristales bei Chihuahua in Mexiko eine Höhle, in der gewaltige, meterlange Gibskristalle / Selenite wie gefällte Bäume liegen. Es sind ungefähr 170 glasklare Obelisken, die stellenweise bis zu 12 Meter lLänge aufweisen. Eine glitzernde Kristallwelt in der der Mensch vergleichsweise klein erscheint. In Anbetracht der Größe der Kristalle fehlen einfach die passenden Worte und man ist kann das Ganze nur schwer realisieren und fassen.





Wenn man die Bilder so betrachtet, so scheint diese Höhle auf dem ersten Blick kühl, ja fast eisig, doch der Schein trügt, denn in Wirklichkeit herschen dort Temperaturen von konstant 45 Grad (112 degrees Farenheit) und einer extremen Luftfeuchtigkeit von 90 bis fast 100 Prozent. Expeditionsgruppen bleiben selten länger als 20 Minuten in dieser 600.000 Jahre alten Kaverne und ohne Schutzsanzüge und Atemmasken würde die Luftfeuchtigkeit in den Lungen kondensieren und man würde quasi "ertrinken". 




 

Die Höhle liegt direkt über einen Magmakanal, der für diese Temperaturen in der Höhle sorgt. Allein die unterirdische Fahrt durch den gewundenen Minenschacht zu dieser Höhle dauert 20 Minuten, bis man den Eingang der Höhle erreich. Dieser Eingang ist mit Tonnenschweren Stahltür gesichert, damit diese Höhle geschützt wird. Die Mine gehört zu dem Areal der Naica-Mine in der schon 1790 Blei und Zink abgebaut wurde. 1794 fand man dort eine Silberader und so drang man immer tiefer in den Berg hinein und nach und nach stieß man immer wieder auf die Wunder der Natur. Zu Beginn den 20. Jahrhunderts stieß man auf die "Höhle der Schwerter" , die in 150 Meter Tiefe liegt. Auch sie ist voller Riesenkristalle, doch erst im April des Jahres 2000 entdeckten die Brüder Juan und Pedro Sanchez die große Höhle der Riesenkristalle.
 

Seit dem versuchen Geologen zu klären, wie diese gigantisch großen Kristalle entstehen konnten. Da nur einige Kilometer unter dem Höhlensystem eine Magmakammer ist, dringt die Hitze der verdichteten Lava durch Risse und Falten nach oben und dieses extrem heiße Material trägt die Mineralien mit sich. Im Grundwasser, das mit Kalziumsufat gesättigt ist, bildeten sich nun die riesigen Obelisken. Analysen weisen darauf hin, daß sich die Magmablase vor rund 600.000 Jaheren abzukühlen begann und die Mineralien unter diesen Bedingungen ungestört zu den gigantischen Kristallen wachsen. 




 

1985 aber wurde der Grundwasserspiegel dramatisch verändert, da es einfach abgepumpt wurde und keiner daran dachte, was für verehrende Auswirkungen diese Aktion hatte. Das Wachstum der Kristalle kam zum Stillstand, das System trocknet seitdem aus und die Luftzufuhr von außen beschleunigt den Prozeß. Nun besteht die Gefahr, daß die Selenitkritalle spröde werden und unter dem Eigengewicht zusammen brechen. Doch dem Minenbesitzer interessieren diese Kristalle nicht sonderlich, denn für ihn ist der kommerzielle Abbau der Mineralien wichtiger. So ist diese Höhle wohl ein weiteres Mahnmal dafür, wie der Mensch aus Profitgier die Natur zerstört.
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Quelle Bilder und Copyright:
news.nationalgeographic.com/news/2007/04/photogalleries/giant-crystals-cave/

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http://www.matrix-minerals.de/Sammlungen/Naica%20Special/untitled.html
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