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000-00 / Was sind Mineralien

von Rolf M.P. Meyer

Die meisten Metalle, Chemikalien und Industrieprodukte, die in allen Lebensbereichen eine Rolle spielen, basieren auf Mineralien. Die Land- und Forstwirtschaft sind von einem Mineralien reichen Boden abhängig. Bestimmt haben schon einige von euch von Quarzen oder Silitzium gehört. Quarze werden z.B. als Pulver oder Scheibchen in Uhren oder anderen Gegenständen eingearbeitet daher auch der Name Quarzuhr oder Schwingquarz. Silitzium wird meist für Mikrochips verwendet. Mineralien sind somit unentbehrlich.

Kristalle

Die sichtbarsten Beispiele für Mineralien sind Steine und Felsen. Mit Ausnahme von Quecksilber und Wasser sind Mineralien hart und kompakt. Sie sind die Feststoffe, die Kristalle wachsen lassen. Ein Kristall ist ein einheitlicher Körper mit einem strukturrelen Innenbau. Wenn Mineralien zu einem feinen Pulver zermahlen sind kann man bei jedem noch so kleinem Stück mittels einer bestimmten Kristallstruktur herausfinden um welches Mineral es sich handelt. Diese außergewöhnliche Fähigkeit haben Mineralien. Wasser und Quecksilber sind flüssige Mineralien.

Natürlich, künstlich und anorganisch

Mineralien sind natürliche Stoffe. Gesteine sind meist Gemenge von verschiedenen Mineralien. Mineralien muß man oft tief aus der Erde holen. Stoffe die ganz oder teilweise von Mensch, Tier oder Pflanze erzeugt werden, sind keine echten Mineralien. Ein echtes Mineral muß ohne Eingriff oder Beteiligung eines Lebewesens entwickeln. Das bezeichnet man als anorganischen Prozeß.

Bloßes Gestein

Es gibt auch Gesteine, aus denen man keine Mineralien gewinnen kann. Des liegt meist daran, daß die Mineralien in zu geringer Menge in ihnen enthalten sind oder zu einer so großen Gruppe gehören und so variieren, das sie sich nicht genau klassifizieren lassen.

Wie viele Mineralien gibt es?

Zur Zeit gibt es ca. 3 500 verschiedene Mineralien. Ihre Zahl wächst ständig - jährlich werden 30 oder mehr Mineralien neu entdeckt. Andere werden wieder von der Liste gestrichen, weil wissenschaftliche Analysen ergeben haben, daß sie nicht alle Kriterien (Anforderungen) erfüllen, aber im Schnitt ergibt sich ein Zuwachs. Insgesamt gibt es fast 15 000 verschiedene Bezeichnungen für Mineralien. Dabei sind dann alle verschiedenen Typen, Varietäten, veraltete Namen so wie solche die nur in der Industrie oder im Handel gebräuchlich sind. das Mineral Halit wird z.B. im Alltag als Kochsalz bezeichnet

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