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2010-03 / Pyritsonnen

von Alfred Schäfer / März 2010 

Pyritsonne

Die Pyritsonne ist ein faszinierendes Gebilde für Sammler, Liebhaber schöner Dinge und für den Laien.  Eigentlich kenn man den Pyrit nur in anderen Formen und Arten. Pyrit (Schwefelkies oder chemisch Eisen(II)-disulfid) besteht aus Schwefeleisen - chemische Zusammensetzung  FeS 2 und  kritallisiert in zwei formen: Pyrit: kubisch, Markasit: orthorhombisch. Bei vollständiger Ausbildung der Eigengestalt ihat es die Form von Würfeln oder Pentagondodekaedern. Aber auch Oktaeder und Disdodekaeder sind verbreitet, sowie Kombinationen zwischen diesen Formen.

Pyrit ist im Volksmund auch als Katzengold bekannt und wird im englischsprachigem Raum Narrengold genannt, das es so aussieht, wie Gold. Es ist aber nicht wie Gold formbar und wesentlich härter. Oft werden die Weichteile abgestorbener Tiere ersetzen und sogar Muschelschalen oder Knochen ersetzen. An der Erdoberfläche, also unter Sauerstoffeinfluss, verwittert Pyrit über mehrere Zwischenstufen zu Eisenoxidhydrat (Limonit oder Brauneisenerz) FeO.OH.

Da es sich bei den Pyritsonnen ebenfalls um Pyrit handelt, so sind es im Gegensatz zu den häufig zu findenden würfeln, die mehr oder weniger definierte Kristalle darstellen, polykristalline Bildungen, die um einen Keim gleichmäßig in alle Richtungen wachsen. Sie wachsen innerhalb von Schieferschichten in den flachen Hohlräumen und Spalten und sind ca. 250 Millionen Jahre alt. Diese wurden überwiegend in Sparta / Illininois gefunden, bzw. abgebaut. Diese Gruben sind aber mittlerweile nicht mehr in Betrieb, so daß auch kaum noch Pyritsonnen auf dem Markt kommen. Aber auch in Holzmaden, im Schwabenland wurden auch schon einige schöne Sonnen gefunden, sind aber auch schon eine Rarität. Großhändler und Händler versenden diese auch äußerst ungern, da sie oft genug als Bruch ankommen, da sie sehr stoßempfindlich sind. Auch sollten sie keiner Feuchtigkeit ausgesetzt sein.

Die Farben sind auch sehr unterschiedlich und variieren von grau bis zu goldgelb. Je mehr Schwefel enthalten ist, umso grauer werden sie. Aber auch kupferfarbene und bunt schillernde Pyritsonnen gibt es auf dem Markt. Oft sind aber die schillernden Sonnen nachträglich mit Säure behandelt. Selten sind sie auch ganz rund und viele werden einfach in diese Form geflext oder geschliffen.

Strittig sind auch hier, wie bei allen Edelsteinen und Mineralien, die eventuellen Heilwirkungen der Sonnen. Die Wissenschaft und die Schulmedizin lehnen solche Wirkungen weiterhin ab, wären die Erfahrungen vieler Menschen etwas anderes aussagt.

Sie haben mögliche Wirkung:

Sonnen stärken das Gedächtnis und zeigen "wahre Freunde". Sie reinigen den Körper und lösen alte Blockaden. Kontakthemmungen werden ebenso abgebaut, wie Ängste, Depression und Frust. Auch bei Wechseljahren und Menstruationsbeschwerden und Erkrankungen der weiblich Geschlechtsorgane können sie helfen. Auch fördern sie die Organe, wie Leber, Galle und den Verdauungsorganen, was den Stoffwechsel begünstigen kann. Erkrankungen der Lunge, der Atemwege und der Bronchien können so gelindert werden. Pyrit ist fiebersenkend, steigert den Blutdruck und ist entzündungshemmend. Aufgelegt lindert vielerlei Erkrankungen, Beschwerden und Schmerzen. Weiteres auf Anfrage.

 
 
   
   
   

  

Anmerkung

Pyritsonnen habe ich schon viele in der Hand gehabt und auch zerbrochene Teile, aber jetzt, wo ich diese Teile mal scleifen und polieren wollte habe ich gesehen, daß sie nicht nur Risse haben, sondern auch sehr poröses Gestein zwischen den Pyritschichten ist, die die Sonnen sehr instabil machen. Diese inneren porösen Gestinsschichten kann man aber von außen nicht sehen, doch sie sind ein Grund mit, warum Pyritsonnen immer mal, ohne erkennbaren Grund, zerbrechen. Dazu habe ich mal ein paar Aufnahmen gemacht, da man sonst soche Bilder nicht zu sehen bekommt.

  

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