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Strahlkabine

Selbstbau einer Strahlkabine

Die Strahltechnik (air-abrasion) ist mittlerweile auch für den Hobbypräparator" eine unentbehrliche Technik. Man benötigt dazu: eine Strahlkabine, ein Strahlgerät mit Kompressor, eine Absaugvorrichtung und - wer es ganz exakt machen will - ein Mikroskop oder Binokular.

Eine Strahlkabine ist, wie ich feststellte, für einen Bastler kein Problem. Als wir eine neue Kücheneinrichtung benötigten, kam mir beim Anblick des Eck-Hoch-Schrankes die zündende Idee. Ersetzt man die Fronttür durch eine Glasscheibe, wäre der Rohbau schon vorhanden. Die Größen und Seitenverhältnisse sollten allerdings stimmen. Wenn nicht, muss mit der Säge Hand angelegt wer­den.

Zu den Nummern:

1 Eine Arbeitsplatzleuchte wurde zerlegt und nur der oberste Gelenkarm belassen. Dieser wird auf richtige Länge gekürzt. Auf der Kabine wird eine passende Klemme aufgeschraubt, in der der Gelenkarm eingeschoben wird. Wegen des Gelenkes liegt die Lampe nun von selbst mit der Lupe unmittelbar auf der Glasscheibe. Die erhältlichen Dioptrien-Größen (3 - 8) reichen aus, nicht so sehr anspruchsvolle Präparate zu strahlen.

2 Die Vorderfront erhält im Abstand von ca. 32 cm zwei Öffnungen von ca. 7,5 cm Durchmesser. Der Abstand sollte nicht größer gewählt werden. Auf der Abbildung sind 2 Blenden (vom Baumarkt) aufgeschraubt.

3 Die Kabine erhält innen eine möglichst starke Beleuchtung. Zusammen mit der Arbeitsplatzleuchte ist somit genügend Licht vorhanden (Achtung: das Strahlen kann die innere Beleuchtungseinrichtung zerstören).

4 Im oberen Seitenteil der Kabine befindet sich die Öffnung für die Absaugvorrichtung. Sie besteht aus passenden Verbindugsstücken aus dem Sanitärbereich und dem angeschlossenen Staubsaugerschlauch. Es sollte ein kräftiger Staubsauger mit Filter sein. Der Luftzug ist so groß, dass kein Staub aus den Öffnungen (2) entweicht. Die sonst vorhandenen Dichtungshandschuhe sind somit nicht erforderlich. Natürlich wird die Hand, die das zu präparierende Stück hält, mit einem Handschuh geschützt.

5 Eine passende Scheibe kann man bei jedem Glaser kaufen (Achtung: die Kanten sind scharf).

6 Damit die Scheibe gut aufliegt, wird sie vorne durch eine Leiste gehalten. Abgedichtet wird das Ganze durch ein Dichtungsband, dass man auf den Oberrand der Kabine aufklebt.

7 Hier wurde der Boden durch eine größere Platte ersetzt. Auf dieser Platte sind die Steckdosen für den Strahler, für den Staubsauger, die Beleuchtung und den Kompressor befestigt. Die Stromzuleitung für die Steckdosen (Strahler, Kompressor u. Staubsauger) wurde über Schalter, die sich im Inneren der Kabine befinden geleitet. Während die Steckdosen mit den jeweiligen Geräten verbunden sind, ist das Ein- und Ausschalten auch im Inneren der Kabine möglich. D. h. die Hände müssen während der Arbeit nicht aus der Kabine genommen werden.

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