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2012-05 / Bearbeitung von Opalen

von Alfred Schäfer / Mai 2012

Opale schleifen und polieren

Opale lassen sich in der Regel (außer Koroitopale) sehr gut schleifen. Als Anfänger nehme ich dafür eine handelsübliche kleine Handbohrmaschine mit Drehzahlregelung der Firma Proxxon. Diese ist sehr handlich und gut zu führen.

Zum Schleifen der Grundform und zum Abschleifen des Gesteins nehme ich eine Diamantscheibe, die es in jeden Baumarkt gibt und auch von anderen Firmen passen. Ein Schnellspannfutter sollte man aber schon haben, denn immer die Einsätze zu tauschen hält nur auf.

Nachdem ich nun die Matrix – das Gestein drumrum entfernt habe, sehe ich, welche Form man nun schleifen kann. Oft lasse ich die Opale in Freeform und schleife nur die Ecken und Kanten rund.

Mit 1000- oder 1200 Schleifpapier, da ich auf eine Filzrolle ( Filzpolierer für die Maschiene) klebe, schleife ich nun alle Kratzer und Dellen raus und ein leichter Glanz ist schon zu erkennen. Schleifen sollten man aber immer naß und die Steine sollten nie heiß werden, damit sie nicht platzen. Anschließend nehme ich noch Schleifpulver auf das Schleifpapier, damit es noch glatter wird. Das Schleifpulver erhält man im Internet mit den verschiedenen Stärken. Es wird mit Wasser angerührt, wobei es gilt: viel Wasser gleich schleifen, wenig Wasser (Brei) gleich polieren.

Jetzt kommen Filz, Holz oder Lederscheiben zum Polieren im Einsatzt. Diese dienen als Träger für die Polierpaste. Und auch hier gilt es wie oben mit der Wassermenge. Die Drehzahl der Maschine sollte die geringste sein ( 500 bis 800 Umdrehungen), damit auch hier keine Hitze entsteht. Auch sollten man immer kreuz und quer polieren, damit man keine Riefen in den Stein schleift.

Ideal für das Naßschleifen ist es, wenn man eine kleine Zimmerbrunnenpumpe in eine Wanne mit Wasser setzt. Der Schlauch geht etweder durch einen "Schanenhals" oder es wird ein stabiler Kupferdraht mit Tape am Schlauch befestigt, damit man ihn etsprechend biegen kann. So läuft immer Wasser über den zu bearbeitenden Stein. Einerseits wird der Stein dadurch gekühlt, andererseits hat man keinen Schleifstaub.

Für das Hobbyschleifen reicht die kleine Maschine aus und Zubehör gibt es reichlich. Wer kleine Steine schleifen will und diese nicht mit den Fingern halten kann, sollte den Stein mit 2 Komponentenkleber oder mit Schellack auf einen Nagel oder ein Holz (Zahnstocher) kleben. Diese lassen sich später leicht entfernen und man kann den Stein besser führen.